Über Uns > Initiativkreis
Der Initiativkreis besteht aus 15 bis 20 Mitgliedern, die gemeinsam für alle Belange der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen verantwortlich sind. Hervorgegangen aus dem Gründungskreis erweitert sich der Initiativkreis dadurch, dass Menschen hinzukommen, denen die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen ein Anliegen ist.
Mitglieder des Initiativkreises sind in der Regel Menschen, die auf biologisch-dynamischen Höfen tätig sind.
Die Basis des Initiativkreises bilden alle Seminarleiter mit ihren Vertretern des zweiten bis vierten Lehrjahres wobei die Geschäftsstelle Demeter NRW grundsätzlich auch anwesend ist.
Der Initiativkreis verantwortet die Ausbildung in allen inhaltlichen und formellen Fragen und trifft sich in etwa alle zwei Monate auf verschiedenen Höfen.


Hinten: Stephan Offermanns, Lena Dorprigter, Kai Himstedt, Ulrich Krämer
Davor: Burkhard Tillmanns, Jirka Prachar, Gabi Heringhaus, Lisa Schäfer, Jenny, Luise Holzapfel
Davor: Georg Markus Goyert, Amelie Schlottmann, Hauke Glashoff, Mirka Alder, Rebecca Leclaire, Maike Himstedt, Stefan König
Vorne: Werner Bez, Ute Rönnebeck, Jochen Groß



Bericht zur Ausbildungsberatung

Seit Anfang des Jahres bin ich jetzt als Ausbildungsberater der „Ausbildung im Biologisch-Dynamischen Landbau im Westen“ unterwegs. 13 Betriebe habe ich besucht und bin überrascht, wie erfreut und dankbar die Ausbilder*innen über diesen Besuch waren. Ihre täglichen Ausbildungsbemühungen erfahren so eine Wertschätzung und es stärkt die Beziehung zwischen Ausbildungsbetrieb und dem Ausbildungsinitiativkreis als Verantwortungsträger. Eine SoLawi und ein Gemüsebaubetrieb aus NRW und ein Gemischtbetrieb aus Rheinland-Pfalz sind neu als Ausbildungsbetriebe anerkannt worden.
Bei den Betriebsbesuchen steht zunächst ein 1 – 1,5 stündiger Betriebsrundgang auf dem Programm, um die fachlichen und biologisch- dynamischen Ausbildungsmöglichkeiten wahr- zunehmen. Danach werden in einem etwa 1 – stündigem Gespräch mit Ausbilder*in und Lehrling Fragen erörtert, die einerseits die jeweilige Ausbildungssituation auf dem Hof betreffen und andererseits ganz allgemein die „Ausbildung im Biologisch-Dynamischen Landbau im Westen“. Besonders die Umstrukturierung im letzten Jahr wirft Fragen auf, um deren Beantwortung wir uns im Initiativkreis bemühen werden. Die Verkürzung von vier auf drei Ausbildungsjahre wurde von den meisten Ausbilder*innen begrüßt, allerdings wird der ideale Zeitpunkt des Betriebswechsels unterschiedlich eingeschätzt.
Ich hoffe, durch die weiteren Betriebsbesuche die Bedürfnisse und Anregungen der Ausbilder*innen und Lehrlinge in die Arbeit des Initiativkreises einfließen lassen zu können und freue mich auf die nächsten Begegnungen auf den Ausbildungsbetrieben.
Burkhard Tillmanns


Bericht von der Ausbildungs-Koordinationsstelle

Seit November bin ich die Ausbildungskoordinatorin der biologisch-dynamischen Ausbildung im Westen. Im Februar bin ich mit meiner Familie nach Bochum gezogen und bin somit näher an die Geschäftsstelle, die Höfe und die Menschen der Ausbildung gerückt.
Einen guten Einstieg in die Arbeit habe ich durch die Planung und Organisation des neuen ersten Lehrjahrs bekommen, welches in diesem Jahr erstmalig dreijährig startet. Zusammen mit der Seminarleitung dieses Lehrjahres ergibt sich eine gute Zusammenarbeit für die neue Struktur der Ausbildung. Des Weiteren bin ich durch die Arbeit mit dem Curriculum, der Prüfungsordnung und auch den Themen, die die Gesamtausbildung in unseren drei Regionen bewegt, gut in die Aufgabe gekommen. Die Vielfältigkeit der Ausbildung mit ihren Menschen, Orten und Kommunikationswegen begeistert mich und ist auch gleichzeitig eine gute Herausforderung. Die Möglichkeit, die durch die Vielfältigkeit geschaffen wird, ist in meinen Augen ein großes Potential, braucht aber auch die Beständigkeit und Verbindlichkeit der Menschen, die sie gestalten. An dieser Aufgabe mitzuwirken freue ich mich auch im nächsten Jahr.
Für die Zukunft wünsche ich mir, noch mehr aus den anderen Regionen mitzubekommen und die Ausbildung als Alternative zur staatlichen Ausbildung nach vorne zu bringen.
Viele Grüße
Luise Holzapfel
Ausbildungskoordinatorin der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen



Bericht Ausbildungsinitiativkreis 24. Januar 2019

Am 24. 01.2019 fand das erste Treffen im neunen Jahr des Ausbildungsinitiativkreises der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen im Institut für Waldorfpädagogik in Witten/Annen statt. Schwerpunkte der Sitzung waren neben den Berichten aus den Lehrjahren. Der Entwurf des Rahmenlehrplans, Berichte des Ausbildungsberaters und der Ausbildungskoordinatorin, sowie der Stand der Planung des ersten Lehrjahres.
Nach einer Einstimmung von Jirka berichteten Ute und Gabi von der Wintertagung auf Schloss Hamborn., welche ob des Themas etwas mehr junge Leute vertragen hätte. Für zukünftige Wintertagungen wurde angedacht, sie mit einem Seminar der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen zu verbinden.
Es folgten die Berichte aus den Lehrjahren. Das zweite Lehrjahr hatte zwei gute, praktisch orientierte Seminare in Bingenheim und Bollheim, die allen gut gefallen haben. Im Lehrjahr sind jetzt 22 Lehrlinge. Das Thema Sonderfälle ist immer noch da. Es wurde vereinbart einen kleinen Kreis ins Leben zu rufen, der sich mit den Sonderfällen auseinandersetzt. In dem Zusammenhang wurde auch nochmal die Notwendigkeit der Seminarleiter Teko genannt.
Luise wird diese wieder ins Leben rufen. Des Weiteren berichtet das zweite Lehrjahr, dass es für einige Lehrlinge immer noch schwierig ist den richtigen Betrieb zu finden, da viele im dritten Lehrjahr schon genaue Vorstellungen haben, welche Betriebsform sie zur Weiterentwicklung brauchen. Das dritte Lehrjahr hat seine Berichtshefte abgegeben und ist in die Planung des vierten Lehrjahres eingestiegen. Lena beschreibt das Lehrjahr als gut organisiert, denkfreudig und fachlich topfit. Das vierte Lehrjahr hatte einen guten Arbeitseinsatz bei Milan in Spanien und es stehen nun die Abschlussprüfungen an. Alle Lehrlinge haben Pläne nach der Ausbildung. Das Thema Abschlussprüfungen wird in der Zukunft ein Knackpunkt werden. Bei einer Seminarleitung und über 20 Lehrlingen, wird die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen ein gutes Organisationskonstrukt erarbeiten müssen. Dieses wird Thema im nächsten initiativkreis sein. Luise berichtete aus der Arbeit der Koordinationsstelle. Sie hat sich gut eingearbeitet, wirkt am Rahmenlehrplan mit und erarbeitet sich die Themen der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen. Die Seminare des neuen ersten Lehrjahres sind bis zum Sommer geplant und auch die Seminarorte bis zum Ende des Jahres stehen fest. Im Anschluss daran berichtete Burkhard über seine Arbeit als Ausbildungsberater. Er besucht in nächster Zeit 15 Betriebe und stellt sich eine Prioritätenliste zusammen. Wichtig ist es zu wissen, welche Lehrlinge aktuell auf welchen Betrieben sind. Alle Ausbildungsbetriebe sollten eine Betriebsübersicht am Beispiel Gut Körtlinghausen haben, so bekommen die Lehrlinge einen guten Überblick über mögliche Ausbildungsbetriebe und erleichtert auch die Entscheidung für einen Betrieb.
Es folgte der Bericht aus dem EKBDA, welcher sich im Januar bei einem Treffen über eine neue Trägerstruktur der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westenen geeinigt hat. Der Name wird „Gemeinschaft der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau“ sein.
Im Anschluss stellten Rebecca, Jirka und Luise ihre Arbeit am Rahmenlehrplan vor. Das neue erste Lehrjahr wird jetzt nach diesem Entwurf geplant und im November evaluiert. Ein großes Thema ist, wie auch schon auf der Klausurtagung, der Februarkurs und ob er in der dreijährigen Ausbildung noch seinen Platz hat. Die Diskussion wird auf der nächsten Sitzung fortgesetzt. Zum Schluss des Treffens wurde noch der Stand der Dinge zum Start des 1. Lehrjahres berichtet. Anmeldung für das Lehrjahr 2020 liegen auch bereits vor.
Es wurde viel diskutiert, der Tag war intensiv und wichtig. Es ist zu spüren, dass die Freie Ausbildung sich verändert und neue Wege gefunden werden müssen. Auch im Hinblick auf die Verkürzung der Ausbildung auf drei Jahre, eine fachlich fundierte biologisch-dynamische Ausbildung zu entwickeln.
Luise Holzapfel, Ausbildungskoordinatorin der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen im Westen



Bericht Klausurtagung Ausbildungsinitiativkreis – November 2018

Am 11./12. November fand im Silvio Gesell Haus in Wuppertal die Klausurtagung der Freien Ausbildung Demeter NRW/Hessen und Rheinland- Pfalz statt. Schwerpunkt der Klausurtagung war die Erarbeitung des neuen Curriculums und das Thema Prüfungen. Mit Gedanken von Judith zur Aufgabe der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen in der Bildung junger Menschen für verantwortungsvolle Landwirte in der Zukunft, startete die Klausurtagung mit einer Vorstellungsrunde, da einige neue Gesichter mit am Tisch waren. Der Einladung sind neben der neuen Seminarleitung für das kommende 1 Lehrjahr, der neuen Ausbildungskoordinatorin, auch einige Ausbilder gefolgt.
Es folgte die kleine „Inikreissitzung“ und die Berichte aus den Lehrjahren. Im zweiten Lehrjahr stehen für einige Lehrlinge eine Betriebswechsel an, für einige scheint es schwierig einen Hof zu finden. Einige würden gerne einen Hof außerhalb der Höfeliste im 3. Lehrjahr wählen. Dieses Thema wurde während der Tagung weiter intensiv diskutiert und wird wohl auch in Zukunft ein Thema bleiben. Auch stehen für das zweite Lehrjahr im April die Zwischenprüfungen an. Im dritten Lehrjahr ist Lena Dorprigter seit Herbst mit Lisa zusammen neue Seminarleiterin, sie hat die Aufgaben von Svenja übernommen. Auch im 3. Lehrjahr ist die Höfeliste und die Vorgaben der Ausbildung ein Thema. Das vierte Lehrjahr bereitet sich auf die Abschlussprüfungen vor.
Im Bericht aus dem EKBDA Sitzung im Oktober, ging es vor allem um das Gesamtausbildungskonzept, die Zertifizierung der Ausbildung, die Trägerstruktur der Freien Ausbildung in Zukunft und die Ausbilder und Seminarleiterqualifizierung.
Zur Qualitätssicherung der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen wurde Burkhard Tillmann als neuer Ausbildungsberater vorgestellt. Er wird in Zukunft als Berater für die fachliche Ausbildung auf den Betrieben zuständig sein.
Ein weiterer Punkt war die Aufgaben für die Koordinationsstelle die seit dem 1.11.18 von Luise Holzapfel besetzt ist, zu benennen und zu sortieren und sie in die Organisationsstruktur der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen einzuführen.
Der zentrale Teil der diesjährigen Klausurtagung bestand darin, mit den Mitgliedern des Initiativkreises den Stand der Dinge zum Thema Curriculum bzw. Rahmenlehrplan in Arbeitsgruppen zu beleuchten und im Hinblick auf das Ausbildungsziel, die Inhalte der 3 Lehrjahre zu sortieren. Mit der Verkürzung der Ausbildung auf 3 Jahre steht außerdem an, dass es Themen geben wird, die keinen Platz im Curriculum finden werden. Die erarbeiteten Ergebnisse werden von der sich neu gefundenen Arbeitsgruppe um Jirka bis zum nächsten Initiativkreis eingearbeitet und dort vorgestellt.
Ein weiteres Thema waren die Prüfungen auch im Hinblick auf das neue Curriculum. Es wurde diskutiert, wie Prüfungen für eine gute Qualität vorbereitet und abgehalten werden und welche Elemente der Prüfungen an welcher Stelle Sinn im Lehrplan haben.
Zur Vorbereitung auf das neue erste Lehrjahr gab es Anfang November einen Orientierungskurs auf dem Dottenfelder Hof. Dieser Kurs hat guten Anklang gefunden und es konnte ein guter Start für das neue 1 Lehrjahr gelegt werden. Als neue Seminarleitung wurde Mirka Alder vorgestellt. Sie wird ab März das neue Lehrjahr betreuen.
Es war eine gute und intensive Tagung, vieles wurde geschafft, einiges wieder neu diskutiert.
Intensive Arbeitsprozesse haben gezeigt, dass sich die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen auch mit der Verkürzung auf drei Jahre, qualitativ und professionell weiterentwickeln wird.

Luise Holzapfel, Ausbildungskoordinatorin der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen im Westen



Bericht Treffen des Ausbildungsinitiativkreises – Mai 2018

Am 3.5.2018 fand auf der neuen Hofstätte des Laakenhof in Enningerloh ein Treffen des Initiativkreises der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW/Hessen statt. Schwerpunkt der Sitzung waren vor allem Berichte von Lehrlingen zu Seminaren und dem erlebten Abschluss, sowie Berichte der verschiedenen Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Themen.

Zur gemeinsamen Einstimmung wurde zunächst in der Diele ein kurzer Film zur Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen gezeigt. Der Film wurde von der GLS-Treuhand erstellt und sehr positiv aufgenommen. Er soll bald auch über die Internetseite verfügbar sein.

Es folgten Berichte aus den Lehrjahren. Vom zweiten Lehrjahr wurde über den Motorsägenkurs auf Schloss Hamborn berichtet, der als gut empfunden wurde, jedoch anders als gedacht keinen Motorsägenschein beinhaltete. Vom dritten Lehrjahr wurde über die Zwischenprüfung berichtet. Es herrschte eine gute Stimmung und die Lehrlinge waren dankbar für die Zeit, die sich die Prüfer für persönliches Feedback genommen haben. Außerdem wurde von dem Deula Lehrgang positiv berichtet. Aus dem vierten Lehrjahr wurde von der Praktischen Abschlussprüfung und einem anschließenden Ausflug zum Schloss Freudenberg berichtet.

Es wurde außerdem auf den vergangenen Abschluss zurückgeblickt. Die Stimmung war super und die Jahresarbeiten gut vorgetragen. Aus dieser Veranstaltung heraus ist auch der Film der GLS-Treuhand entstanden.

Ein weiterer wichtiger Punkt war bei dem Treffen die Diskussion die Ausbildung von derzeit vier auf drei Jahre zu verkürzen. Für dieses Thema hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, welche ihre bisherigen Ergebnisse vorstellte. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen, da erst einmal eine mögliche Durchsetzung geplant wird. In diesem Zusammenhang ging es auch um die derzeitigen zwei Kurse, welche auf dem Dottenfelder Hof stattfinden. Die Kunst ist es nun die Seminare so mit Inhalt zu füllen, dass eine Grundausbildung gegeben ist und auch die bisherigen Kernelemente der Freien Ausbildung beibehalten werden.
Zur Entlastung von Initiativkreis und Seminarleiter/Innen wurde beschlossen einen Koordinator einzustellen, welcher die Schnittstelle zwischen den einzelnen Lehrjahren bildet. Er soll außerdem ein Auge auf die Seminarplanung und Prüfungsplanung haben, sowie die Ausbildungsbetriebe betreuen. Berichtet wurde auch vom Ausbildertag, der sehr gelungen war. Es entstand ein guter Austausch zwischen Seminarleitern und Ausbildungsbetrieben.
Vom Initiativkeis wurde beschlossen, das 2019 gerne ein neues 1. Lehrjahr starten soll. Es wird noch auf die Zustimmung aus dem Vorstand gewartet.

Christine Köhler, Praktikantin bei Demeter NRW



Nachrichten aus dem Ausbildungs-Initiativkreis – März 2017

Die Mitglieder des Ausbildungsinitiativkreises kamen am 16.03.2017 auf dem Gärtnerhof Röllingsen in Soest zusammen und hatten viele Themen zu besprechen. Um die Teilnehmer auf die Sitzung einzustimmen, trug Leonhard Jentgens den Wochenspruch vor und gab den Anwesenden einen kurzen Moment, um über seine gesprochenen Worte nachzusinnen.
Daraufhin stellte sich Felix vor, der die Seminarleitung übernimmt, da Inge von Bonin in den Mutterschaftsurlaub geht. Felix wurde herzlich aufgenommen und bekam viel positives Feedback, da alle froh sind, dass jemand mit so viel Praxiserfahrung den Platz von Inge von Bonin übernimmt.
Am 11. März 2017, also ein Tag vor der Abschlussfeier, fand ein erstes Kennenlernen, der neuen Auszubildenden und ihrer Seminarleiter statt. Fast alle sind zu diesem Termin erschienen, obwohl die Einladung erst sehr kurz vorher verschickt worden ist. Die Gruppe der neuen Auszubildenden ist sehr gemischt. Man hat sowohl viele junge Leute dabei, die nun ihre erste Ausbildung begonnen haben, als auch viele Personen, die bereits über einige Berufserfahrung verfügen. Bei dem Treffen erkannte man, dass die angehenden Lehrlinge noch viele offene Fragen haben. Somit wurde beschlossen, dass ein Tag der ersten Begegnung, wie er nun dieses Jahr, zum ersten Mal stattgefunden hat, sehr wichtig ist und für die nächsten neuen Lehrjahre weitergeführt werden soll. Allerdings sollen die Einladungen das nächste Mal wesentlich früher verschickt werden. Des Weiteren wurde beschlossen, dass die Lehrlinge aus dem 3. Lehrjahr ihre Berichtshefte bis Dezember abgegeben haben müssen, um zur Prüfung zugelassen werden zu können. Da sonst die Gefahr existiert, dass zu viel Extraarbeit für die Ausbilder entstehen könnte. Außerdem kam der Anthroposophieunterricht zur Sprache. Viele Lehrlinge werden anfangs stark von Steiners Schriften abgeschreckt. Man kam jedoch während der Initiativkreissitzung zur Erkenntnis, dass man in die Anthroposophie hereinwächst.
Auch der Ausbildertag, der am 30.03.2017 auf dem Birkenhof in Wilnsdorf stattfinden wird, wurde angesprochen. Es scheint alles gut organisiert zu sein, allerdings war die Zeit für die Planung sehr knapp. Man hatte die Bitte sich für den Ausbildertag 2018 schon früher um die nötige Organisation zu bemühen. Vorschläge für die Vergütungsanpassung, Fahrkostenbeteiligung und zur Probearbeitsregelung sollen auf dem Ausbildertag zur Abstimmung kommen.
Zur Kenntnis genommen wurde, dass ein Jugendherbergsausweis existiert, welcher von der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen genutzt werden kann. Des Weiteren wurde ein großes Lob an die Organisationsleitung der Jahresfeier und jedem der zu dem reibungslosen Ablauf beigetragen hat. Auch vielen anderen wird für diesen wunderschönen Abschluss gedankt, wie z.B. Kai und den Lehrjahren. Die Stimmung war grandios und es herrschte einstimmige Begeisterung zu dem 12.März 2017. Beklagt wurde allerdings die fehlende Festrede, die leider aufgrund von Ersatzmangel ausfallen musste. Ansonsten wurde über die Jahresarbeiten diskutiert, von denen einige fachlich leider sehr schwach waren, da den Auszubildenden oft der Mentor zur Unterstützung gefehlt hatte. Die Ausbilder haben sich in vielen Fällen rausgehalten und die Auszubildenden mussten sich häufig alleine noch in ihrer Freizeit mit der Abschlussarbeit befassen. Wünschenswert wären auch ein paar nette Worte der zuständigen Seminarleiterinnen gewesen. Diese Kritikpunkte sollen nun in einen Leitfaden zur Planung der Abschlussfeier für die nächsten Lehrjahre aufgenommen werden.
Die Frage nach einem Dozenten für den BWL-Unterricht ist noch nicht gelöst, jedoch gibt es einige Anwärter für das Amt, mit denen man in nächster Zeit in Kontakt treten wird.
Die 4 Stunden, die dem Initiativkreis an diesem Tag zur Verfügung standen, verflogen sehr schnell und es konnte nicht ansatzweise alle Angelegenheiten, bei denen Gesprächsbedarf besteht, diskutiert werden. Dennoch konnte sich über viele wichtige Themen ausgetauscht werden und man fasste einige Entschlüsse, die die biologisch-dynamische Ausbildung in Zukunft vorantreiben werden.
Um Das Treffen abzurunden, netter auseinanderzugehen und nicht einfach abrupt zu enden, wurde am Ende eine spontane Eurythmieübung gemeinsam durchgeführt.
Vanessa Besendahl, Praktikantin bei Demeter NRW



Nachrichten aus dem Ausbildungs-Initiativkreis – Februar 2017

Am 26.1.2017 hat sich der Initiativkreis der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW/Hessen zum ersten Mal im neuen Jahr auf dem Birkenhof in Wilnsdorf getroffen um über die Angelegenheiten der Ausbildung zu beraten und zu entscheiden.
Trotz eines ganztägigen Treffens nach der Klausurtagung im letzten Jahr und kurz vor Beginn des neuen Lehrjahres hätten all die anstehenden Dinge wohl noch einen Tag füllen können. Und trotzdem wurde viel geschafft und es gibt einiges zu berichten:
Der Jahresfeier der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen am 12.3.2017, bei der traditionell die Absolventen geehrt und das neue Lehrjahr begrüßt werden, wird in diesem Jahr erstmals ein Einführungstag mit Informationen für die neuen Lehrlinge am 11.3. vorangestellt. So können sich die Lehrlinge und Seminarleiter (Judith Eis und Jiří Prachař) schon kennen lernen bevor sie am folgenden Tag zusammen auf der Bühne im Waldorfinstitut in Witten stehen werden.
Dann ist für das kommende Lehrjahr das Berichtsheft komplett überarbeitet worden. Bestand dies früher aus einem um bio-dynamische Themen erweiterten Berichtsheft der staatlichen Ausbildung gibt es nun ein eigenes für die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen mit dem Anspruch dem Alltag den die Lehrlinge auf den Höfen erfahren gerechter zu werden.
Außerdem wurde beschlossen, dass, um das 3.Lehrjahr zu entzerren, das Berichtsheft ab nun schon zur Zwischenprüfung vorgelegt werden soll.
Des Weiteren wurde der Ausbildertag am 30.3.2017- der ebenfalls auf dem Birkenhof stattfinden wird- besprochen, für den bald die Einladungen verschickt werden.
Dort sollen nun erstmals auch einige Entscheidungen zusammen mit den Ausbildern getroffen werden, zum Beispiel bezüglich der Lehrverträge und der Ausbildungsvergütung.

Daneben wurde wie immer über die Aktuellen Themen der 4 Lehrjahre gesprochen und vieles konnte nur andiskutiert werden, so zum Beispiel die Frage wie passend der Name "Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen" eigentlich noch ist und welche Alternativen es dazu gibt.
Oder das Dauerthema Dozenten für den BWL-Unterricht, die noch gefunden werden wollen.

So war im Nu ein ganzer Tag mit diskutieren, organisieren, reden und zuhören gefüllt, der zumindest bei mir den guten Eindruck hinterlassen hat dass die biologisch-dynamische Ausbildung ihrem Namen immer wieder gerecht wird. Es ist Bewegung zu spüren gewesen, es ist viel erreicht worden und es liegt noch mehr vor uns.

Fabian Stenner, Betreuer Ausbildungsbetriebe für den Initiativkreis Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW & Hessen



Bericht zur Versuchsklausur der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW/Hessen

Im Gegensatz zu der langsam beginnenden Einkehr und dem zur Ruhe kommen der Natur, wurde am 15./16. November auf dem Dottenfelderhof intensiv an einer entscheidenden Stelle der Weiterentwicklung des biologisch-dynamischen Landbaus gearbeitet: Der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte. Auf der Klausurtagung des Initiativkreises der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW/Hessen gab es Raum wichtige Fragen, die über das Tagesgeschäft hinausgehen, zu bearbeiten.
Nach einer kleinen Initiativkreissitzung die sich mit den aktuellen Gegebenheiten aus den 4 Ausbildungsjahrgängen auseinandersetzte, trat der Kreis in Klausur.
Dieses Jahr standen die gängigen Strukturen, die sich in fast 20 Jahren entwickelt haben, auf dem Prüfstand. Dabei ging es um die Abläufe während der Ausbildungszeit: Wann sind Januar- und Februarkurs sinnvoll anzubringen; lassen sich Phasen des Blockunterrichts im Winterhalbjahr integrieren, um die Sommermonate zu entlasten.
Außerdem ging es um die Größe der Lehrjahre, die im aktuell 1. Lehrjahr 28 junge Menschen umfasst. In diesem Zusammenhang gab es erste Überlegungen in Richtung einer finanziellen Ausbildungsbeteiligung der Lehrlinge.
Die Thematik um den staatlichen Abschluss innerhalb der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen wurde ein weiteres Mal gewälzt. Des Weiteren wurde die aktuelle Arbeit des überregionalen Kreises, der das Ziel der gegenseitigen Anregung hat und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit prüft, vorgestellt.
Neben der Ausbildung an sich gab es auch Fragen an die Strukturen des Initiativkreises. Im Vordergrund dabei stand der Umgang mit bisweilen langen Fahrtwegen zu den Treffen und der damit einhergehenden ökologischen und zeitlichen Belastung. Sowie das Einführen von technischen Möglichkeiten der gemeinsamen Ablage von allgemein relevanten Dokumenten.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde von dem erfolgreichen Ausbildertag im April berichtet. Anregungen an den Initiativkreis die sich aus dem Treffen mit den Ausbildern ergeben haben, werden noch aufbereitet.
Auch wurde der Stand der Planungen für die 20 Jahr Feier der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW/Hessen vorgestellt. Die Vorbereitungen lassen auf ein vielfältiges Zusammenkommen von bisherigen und aktuellen Akteuren der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen in festlicher Atmosphäre schließen.
Die zwei gemeinsamen Tage waren geprägt von intensiver Arbeit. Gleichzeitig hatten wir, bei wohltuenden menschlichen Begegnungen, viele kleinere und größere Schritte beschließen können. Was bleibt ist die Vorfreude auf das kommende Jahr, auf die nächste Initiativkreissitzung und letztendlich auch auf die nächste Klausurtagung.

Tom Mühlbauer, Seminarleiter 4. Lehrjahr der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW & Hessen

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Bericht von der Klausurtagung der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW & Hessen - November 2016 auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel

Am letzten Wochenende (20./21.11) traf sich wie auch schon in den letzten 25(?)Jahren der Initiativkreis der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen zu seiner Klausurtagung.
Um über das Tagesgeschäft hinaus auch über die großen Veränderungen und Perspektiven der bio-dynamischen Ausbildung zu diskutieren haben wir uns mit über 15 AusbilderInnenn SeminarleiterInnen Auszubildenden, OrganisatorInnen und Ehemaligen Lehrlingen 2 Tage lang Zeit auf dem Dottenfelderhof genommen, wo wir wie immer vom feinsten Ver- und umsorgt wurden.

Zu Beginn fand wie immer eine "normale" Initiativkreissitzung statt, wie sie alle 2 Monate stattfindet, um über aktuelle Belange der Lehrjahre zu sprechen. Die wichtigste Neuigkeit daraus ist, dass wir -in diesem Jahr erstaunlich früh- die Seminarleiter des kommenden ersten Lehrjahres in unserem Team willkommen heißen können: Judith und Jiri werden ab März 2017 das neue Lehrjahr 4 Jahre lang mit Rat und Tat begleiten und unterstützen. Wir freuen uns sehr über diese frühe und beruhigende Entwicklung und wünschen den beiden eine gute Zeit.
In der eigentlichen Klausur wurden dann zu Beginn die großen Tagungsthemen in Kleingruppen vorbereitet und danach gemeinsam im Plenum weiter erarbeitet:
Es wurde über die Oktobertagung gesprochen, die in den letzten Jahren immer beliebter und größer geworden ist, was auf der einen Seite schön ist, jedoch auf der anderen Seite die 3.Lehrjahre auch jedes Jahr wieder, und vor immer größere Herausforderungen stellt. Es wurde begonnen einen Infotag für Interessierte an der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen zu entwerfen, der in Zukunft jedes Jahr stattfinden soll, sowie den alljährlich im Frühjahr stattfindenden Ausbildertag zu planen.
Außerdem wurde angefangen dass Berichtsheft auf seine Aktualität und auf Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen.
Eine andere Gruppe bereitete das Thema "Beschränkung der Lehrjahresgröße" vor, dass mittlerweile jedes Jahr wieder aufkommt, zum einen, weil immer mehr Menschen die bio- dynamischen Wirtschaftsweisen kennen lernen wollen, zum anderen aber auch, weil in der Vergangenheit ein immer größer werdendes Interesse aus dem Süddeutschen Raum mitbedient wurde, bei dem wir uns langsam eingestehen müssen ,dass dies unsere Kapazitäten übersteigt und auch die Qualität der Ausbildung unter den großen Entfernungen leidet.

Des Weiteren wurde über die Seminarleitervergütung, die Sinnhaftigkeit des Namens "freie Ausbildung" gesprochen und vieles ehr. Einiges wurde Entschieden, vieles will in Zukunft weiterbewegt und erarbeitet werden.
Auffällig war, dass im Initiativkreis seid ein paar Jahren der Anteil der AusbilderInnen kleiner wird, womit ich hiermit gerne alle AusbilderInnen einladen möchte, die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen auch im Rahmen des Initiativkreises aktiv mitzugestalten damit auch in Zukunft die Anliegen der AusbilderInnen nicht zu kurz kommen! Nähere Informationen dazu können in der Geschäftsstelle gegeben werden.
Alles in Allem war es eine sehr gute, intensive Tagung nach der wohl einigen Teilnehmern die Köpfe geraucht haben könnten. Und trotzdem hätte wohl auch eine doppelt so lange Tagung gut mit weiteren Inhalten gefüllt werden können.
Trotzdem denke ich wir haben gut diskutiert, viel geschafft und noch viel mehr vor!

Fabian Stenner, Betreuer Ausbildungsbetriebe für den Initiativkreis Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW & Hessen



Die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen wächst – Januar 2016

Die 1. Lehrjahre starten mittlerweile regelmäßig mit 20-25 Menschen. Immer wieder müssen Interessierte auf Wartelisten vertröstet werden. Momentan arbeiten 71 Auszubildende der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen auf 53 Betrieben.
Von den derzeitigen Ausbildungsbetrieben liegen leider nur gut die Hälfte in NRW und Hessen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Einige Lehrlinge haben keine Ausbildungsplätze in NRW/Hessen gefunden, andere haben nach speziellen Betriebsformaten gesucht und sind nur außerhalb fündig geworden und nicht zuletzt ist die Anfrage aus Süddeutschland sehr groß, wo es bisher leider noch keine Initiative für eine Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen in der Landwirtschaft gibt.
Nach einem Aufruf nach möglichen neuen Ausbildungsbetrieben aus dem Raum NRW/Hessen im Sommer letzten Jahres und einigen Vorschlägen von Seiten der Lehrlinge, sind wir nun derzeit mit über 15 Betrieben im Gespräch, von denen einige auch schon im Frühjahr mit der Ausbildung beginnen werden.
Wir freuen uns sehr über das große Interesse, heißen alle neuen Ausbildungsbetriebe herzlich in unserem Kreis willkommen und hoffen auf eine gute und enge Zusammenarbeit in der Zukunft.

Fabian Stenner, Betreuer Ausbildungsbetriebe für den Initiativkreis der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW & Hessen



Ausbildungsbetriebebetreuung

Schon länger war es ein Anliegen des Ausbildungsinitiativkreises einen engeren Kontakt zu den ausbildenden Betrieben zu bekommen. Ebenso soll eine engere Zusammenarbeit mit neuen Ausbildern erreicht werden.
Neben dem alljährlich stattfindenden Ausbildertag versuche ich, nun seit ca. einem Jahr, auch individuell Ansprechpartner für die Ausbildungsbetriebe, bisher vor allem für solche die zum ersten Mal ausbilden, zu sein.
Wie der umständliche Titel dieses Artikels vermuten lässt gibt es noch keinen wirklich griffigen Namen für das, was ich da mache und nicht zuletzt deswegen möchte ich mich und meine Arbeit vorstellen:

Mein Name ist Fabian Stenner und ich arbeite seit ich im März 2013 die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen mit Schussrichtung Gärtnerei beendet habe im Initiativkreis der Ausbildung mit.
Seit gut einem Jahr nehme ich Kontakt zu Betrieben auf, die zum ersten Mal „frei ausbilden“ wollen. Bei meinen Besuchen auf diesen Höfen suche ich das persönliche Gespräch, um die Ziele der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen vermitteln und Gelegenheit zu bieten sich ein Bild davon zu machen, was es für den Betrieb bedeutet ein Teil der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen zu sein.

Offene Fragen können so geklärt werden und beide Seiten, der Initiativkreis und der Betrieb bekommen einen Überblick darüber, wie die Ausbildung auf dem jeweiligen Hof aussehen kann. Darüber hinaus ist dann hoffentlich eine persönliche Beziehung entstanden die es einfacher macht, sich bei Fragen oder Problemen an mich (bzw den Initiativkreis) zu wenden. Langfristig soll so ein engerer Kontakt zwischen allen Ausbildungsbetrieben und dem Initiativkreis entstehen, um möglichst transparent und gemeinsam mit etwaigen Problemen umgehen zu können und insbesondere mit gutem Gewissen gute Ausbildungsbetriebe empfehlen zu können. Bei Problemen oder Fragen rund um die Ausbildung habt ihr also hiermit ein neues offenes Ohr. (Kontakt am besten über die Geschäftsstelle)

Fabian Stenner, Betreuer Ausbildungsbetriebe für den Initiativkreis Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW & Hessen



Treffen des Initiativkreises der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen - Hof Sacken – Juli 2015

Unter einem Schattenspendenden Walnussbaum auf Hof Sackern traf sich am Donnerstag 16.7.15 der Initiativkreis der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW/Hessen.
Im 8-Wochen-Rythmus werden in dieser offenen Runde Situation und Entwicklungen der Ausbildung besprochen. Hier werden Probleme diskutiert und wird die Ausbildung organisatorisch gehalten.

Bei diesem Treffen ging es nach einer Einführung zu meditativen Techniken in und aus der Anthroposophie und ausführlichen Berichten aus den Lehrjahren durch die Lehrlinge und Seminarleiter, unter anderem um diese
Tagesordnungspunkte:

  1. -Das Wachsende Interesse junger Menschen an der bio-dyn. Ausbildung bringt uns an bestimmten Punkten an organisatorische Grenzen: Die Interessentenliste für den Ausbildungsbeginn
    im März 2016 ist lang und schon in den letzten Jahren mussten die Seminarleiter/innen dem großen Andrang mit Hilfe von Wartelisten begegnen.
    Um einen Ausbildungsbetrieb zu finden müssen die Lehrlinge teilweise weit nach Süden ausweichen, weil die Plätze in NRW und Hessen begrenzt sind.
    Das bedeutet hohe Fahrtkosten zu den Seminaren und schlechteren Kontakt zwischen den Betrieben und der Ausbildung. Wer also noch einen Ausbildungsplatz in NRW oder Hessen anzubieten hat, oder sich vorstellen kann einen einzurichten, kann sich gerne an die Demeter-Geschäftsstelle wenden.
    Langfristig wäre es natürlich auch wünschenswert, wenn sich eine eigene Ausbildungsinitiative in Süddeutschland zusammenfindet.
  2. -Schon seit gut einem Jahr treffen sich Vertreter/innen der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westenen NRW/Hessen, Norddeutschland und Ostdeutschland regelmäßig um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der jeweiligen Ausbildungsinitiativen zu ergründen, um voneinander zu lernen, um eventuell vorhandene Synergien besser nutzen zu können und den Kontakt zu verstärken.
    Konkret bedeutet das zum Beispiel auch in diesem Jahr wieder eine gemeinsame Fortbildung für die Seminarleiter/innen der Ausbildungen anzubieten.
  3. -Um die Arbeit an der Ausbildung auch zwischen den Treffen zu verbessern wurde beschlossen einen gemeinsamen Internetordner zu erstellen in dem Informationen, Formulare und Arbeitsprozesse für alle zugänglich gesammelt werden sollen.
  4. -Außerdem wurde begonnen das anstehende 20. Jubiläum der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW/Hessen zu planen, das wir nächstes Jahr gemeinsam mit euch feiern wollen.
    Wohl auch aufgrund des "landwirtschaftlichen Sommerlochs" waren bei diesem Treffen verhältnismäßig wenig Mitglieder zugegen, wodurch einige Themen auf das nächste Treffen im September verschoben wurden.

Das nächste Treffen des Initiativkreises findet am.24.09.2015 statt und ist offen für alle die in einer konstruktiven Runde an der Ausbildung mit gestalten wollen.

Fabian Stenner, Betreuer Ausbildungsbetriebe für den Initiativkreis Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW & Hessen



Ausbildungsinitiativkreistreffen am 21.05.2015 in der Geschäftsstelle in Witten

Das Ausbildungsinitiativkreistreffen war wieder sehr ertragreich, die Tagesordnung konnte diesmal komplett abgearbeitet werden.
Für die 20-Jahr-Feier im Jahr 2016 wurden schon erste Vorbereitungen in Gang gebracht. Wahrscheinlich wird das Fest auf dem Gärtnerhof Röllingsen stattfinden und auch für externe Interessierte geöffnet sein. Eine Überlegung war diesbezüglich, es offiziell im Rahmen der Öko-Aktionstage 2016 stattfinden zu lassen. Es wurde jedoch noch nichts festgelegt.

Die praktische Prüfung des vierten Lehrjahres verlief für alle Lehrlinge erfolgreich.
Von den Koordinationstreffen der drei Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westenen konnten Ute Rönnebeck und Kai Himstedt berichten, dass die jeweiligen Ausbildungsinitiativkreistreffen der anderen Bundesländer ganz anders laufen: Die Treffen sind gesplittet in Seminarleiter, Auszubildende etc, was bedeutet, dass alle Ergebnisse immer mühsam zusammengetragen werden müssen. Dies erschwere wohl oft die Kommunikation und behindere einen offenen Austausch zwischen allen Akteuren. Man ist sich daher in NRW einig, den Gesamtkreis auf jeden Fall beizubehalten, da man damit bisher immer sehr ertragreiche, dynamische und schöne Treffen hatte.

Zur zweiten Hälfte des Treffens kam Martin von Mackensen vom Dottenfelder Hof dazu. Um im überregionalen Zusammenhang zu sehen, was die Nachbarorganisationen (in Abgrenzung/in Ergänzung) zur Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen machen, wurden folgende Fragen mit ihm erörtert:
1. Welche Art von Ausbildung wird auf dem Dottenfelder Hof angeboten, wie sieht eine Teilnahme dort aus und wie hat sich die Ausbildung durch die staatliche Anerkennung verändert?
2. Wie könnte eine stärkere Zusammenarbeit – wenn gewünscht – mit dem Dottenfelder Hof aussehen? Wie werden die Lehrgänge von den Lehrjahren wahrgenommen, sind die Intensivwochen etwas, das man beibehalten sollte?
3. Welche Rolle spielt im Moment Demeter Hessen in der gemeinsamen Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen?
Wie kann die Beteiligung ausgewogener / lebendiger werden?

Sophia Derichs, Praktikantin Demeter NRW



Bericht vom Initiativkreis-Treffen am 29. Januar 2015

Wir trafen uns dieses Mal in Röllingsen.
Da Frank Sikora nach jahrelanger guter Arbeit als Sprecher für den Inikreis und als Moderator unserer Sitzungen ausgeschieden ist, ist nun Herbert Muggli an seine Stelle getreten. Herbert ist schon seit den Anfängen ein treuer Unterstützer der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen und hat selbst noch in Norddeutschland als Seminarleiter eine Lehrlingsgruppe geleitet. Die Moderation ist immer eine große Herausforderung, weil alle Lehrjahre Zeit brauchen, um die Arbeit in ihren Gruppen vorzustellen und Fragen auch seitens der Lehrlinge zu klären. Dazu ist eine lange Erledigerliste abzuarbeiten. Vielen Dank an Frank, dass er diese Aufgabe jahrelang ausgefüllt hat.

Seit nun fast 20 Jahren gibt es jetzt die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen für NRW/Hessen, und wir haben überlegt wie wir das Jubiläum 2016 begehen wollen. 1996 ist das erste Lehrjahr gestartet als Nikolai Fuchs noch Geschäftsführer für demeter NRW war. Es gab damals viele Hürden aus dem Weg zu räumen, angefangen von der Finanzierung bis zu einer guten Gestaltung der Inhalte. Viel ist geschehen seitdem und die Entwicklung geht immer weiter. Die Gespräche mit der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen im Norden und im Osten werden intensiviert, um voneinander zu lernen.

Es kommen auch immer wieder Betriebe dazu, die an der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen teilnehmen wollen.
Fabian Stenner ist Ansprechpartner für diese Betriebe, besucht sie zum Teil und versucht, im Gespräch mit ihnen zu sein. Überhaupt ist es wünschenswert, wenn die Ausbildungsbetriebe, die Auszubildenden und die Seminarleiter bzw. der Inikreis gut miteinander kommunizieren.
Dazu gibt es demnächst wieder den Ausbildertag, nämlich am 25. März in Röllingsen. Herzliche Einladung schon jetzt an alle Ausbilder. Eine offizielle Einladung folgt.

Als Seminarleiter für das neue Lehrjahr hat sich Ulrich Krämer beworben und bei der Inikreissitzung vorgestellt. Nach ein paar Jahren Praxis aus dem Schepershof , Hof Sackern, Landwirtschaftsstudium hat er erst einmal eine Firma für Solaranlagen geführt. Über all die Jahre stand er aber dem Hof Sackern sehr nahe und hat die Entwicklung begleitet, seine Frau arbeitet dort.
Nun hat er sich entschieden, mit Stefan König von Hof Sackern die neue Lehrlingsgruppe zu begleiten. Am 22. Februar werden die Neuen in Witten begrüßt während das 4. Lehrjahr seinen Abschluss macht und seine Jahresarbeiten vorstellt.
Allen Auszubildenden, die nun ihre 4 Jahre zum Abschluss bringen wünschen wir alles Gute für ihren weiteren Weg.

Elisabeth von Bonin



Gedanken von Anna van der Laan, Gast auf unserer Klausurtagung im November 2014

Dem Wunsch eines einzelnen Herrn folgend, dem Geheimnis eurer Zusammenarbeit suchend, mache ich mich schreibend, auf den weg aus dem Norden nach NRW………
Letztes Wochenende war ich mit dabei als ihr in Klausur tagtet. Wie gesagt, ich fühlte mich weder als Gast, noch als notwendiges übel, als jemanden der dabei ist, an den gedacht werden muss… nein, ich war schon von Anfang an mittendrin, vielleicht ist das schon eins eurer Geheimnisse: alle in die Mitte holen…? zu beginn eurer Sitzung, denn gesessen wurde trotz der Bewegungsspiele nach der Mittagspause viel, war jeder aufgefordert seine Daseinslage anhand einer selbst gewählten Postkarte zu beschreiben, Kleinigkeiten sagen bekanntlich viel, alleine dass ihr euch selbst verpflichtet, Methoden mitzubringen, selbst zu testen, was ihr in Seminaren an den Lehrling bringt, scheint mir wertvoll, dass nicht jeder mitmachen muss, ebenso.
Beachtlich fand ich die Summe an Lehrlingen, den Lehrjahrsvertreten und denjenigen, die am Samstagnachmittag extra dazu kamen, und wie selbstverständlich sie mit diskutierten, das Wort taktvoll ergriffen, vielleicht kommt mir die Teilnahme der Lehrlinge so beachtlich vor, da sie bei uns fehlt, zwar sitzen jeweils zwei aus dem dritten und vierten Lehrjahr beim KK, doch steckt Arbeit dahinter, wenn sie sich von selber zu Wort melden. Ich nehme an, hier ist wieder ein Geheimnis zu finden: das miteinander diskutieren auf Augenhöhe
Beim Thema Diskussion merke ich eine weitere Beobachtung an: die Wortmeldungen waren meist sehr sachbezogen, so als hätte jede Perspektive ihren Fürsprecher; Elisabeth hat die staatliche Ausbildung im blick, Ulfert hat den Betriebsleiter im Gepäck, die ehemaligen Lehrlinge tragen aus der Perspektive der Absolventen bei „was hätte ich mir gewünscht / was erkenne ich als wertvoll/ in welche Richtung soll die Entwicklung keinesfalls gehen, weil…..“, ehemalige SL können aus ihrem Erfahrungsreichtum beitragen, sehen Entwicklungen die sich in den frischen Durchgängen zeigen, früher durch ihren Abstand, die aktiven SL erzählen offen von ihren Situationen, deckeln Schwachstellen weniger als dass sie sich Hilfe holen! Usw. Arbeistaufträge werden an alle die wollen/ fähig sind vergeben, ich habe keine raumgreifende Laberbacke, die um des Redens willen redet, gehört, sondern vielmehr ein ringen um die Sache, sich selber begrenzend und weniger ausschweifend…… mir kam des Öfteren das Bild, als würdet ihr, schon mit dem eigenen Lehrjahr/ Erfahrung/ Arbeitsauftrag im Hintergrund, gemeinsam eine große Suppe kochen (und nicht jeder sein eigenes Süppchen)
Sind mir irgendwelche Leichen im tiefen dunklen Keller entgangen, habt ihr da unten aufgeräumt? Ward ihr an diesem Tagungstermin besonders aufgeräumt? Wie tragfähig ist euer WIR?
Auf jeden Fall werde ich das ein oder andere mir wertvoll erscheinende mitnehmen: eine Klausurtagung über zwei tage, mit einem Abend in der Mitte, die Runde öffnen für ehemalige, engagierte Lehrlinge, Mitdenker, einen Betriebsbegleiter, damit die Größe der Gruppe anders „dynamisiert“, Muntermacher zwischendurch, dessen Methoden auch für die Seminare dienen, mehr zeit für grundsätzliches, damit wir die Suppen zu einem Eintopf machen……
Auf jeden Fall fühle ich mich durch den Besuch bei euch bereichert (auch wenn ich die Geheimnisse preisgab), freue mich dem Ein oder Anderen wieder zu begegnen und auf weitere rege Zusammenarbeit
Mit den herzlichsten Grüßen aus dem Norden, anna



Rückblick auf die Klausurtagung des Ausbildungsinitiativkreises 2014

Auch in diesem Jahr hat sich der Initiativkreis zum Ende des Jahres in Wuppertal zusammengefunden. Alle zwei Monate kommt diese Gruppe zusammen um sich über die Organisation der überbetrieblichen Ausbildungsblöcke und die Geschehnisse im betrieblichen Teil der Ausbildung auszutauschen. In diesem ausgedehnten, zweitägigen, Treffen ist darüber hinaus Raum für Themen gegeben, welche die inhaltliche Weiterentwicklung unserer Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen greifen.
Als weiterreichendes Thema wurde die Integration des staatlichen Abschlusses in die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen behandelt. Wie in der Vergangenheit, sollen auch in Zukunft interessierte Auszubildende von Seiten der Seminarleitung die notwendige Unterstützung zur Vorbereitung für das Erreichen des staatlichen Abschlusses erhalten. Dies soll gewährleistet sein ohne aber die eigenen Ausbildungsinhalte zu vernachlässigen.
Hierzu waren aktuelle Auszubildende eingeladen, um ihre Gesichtspunkte in die Diskussion mit einzubringen.
Parallel zur Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen in NRW/Hessen gibt es Initiativen in Norddeutschland und in Ostdeutschland. Dargestellt wurde der Stand der Entwicklung der Zusammenarbeit mit diesen beiden Initiativen. Der seit einem Jahr laufende intensivere Austausch wird gemeinsame Ziele und Abläufe stärker aufeinander abstimmen. Synergien sollen geprüft werden, um vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen.
Neben diesen eher nach außen gerichteten Themen wurde sich intensiv mit dem strukturierten Aufbau von Unterrichtsinhalten in den verschiedenen Lernfeldern auseinander gesetzt.
Abschließend stand die Aktualisierung des Leitbildes der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen auf der Tagesordnung. Ein erster, vorbereiteter Entwurf wurde auf Herz und Nieren geprüft und wird mit den eingearbeiteten Änderungsvorschlägen noch einmal vorgelegt.
Über das Inhaltliche hinaus gab es auch Raum für die gegenseitige Wahrnehmung, für den Austausch unter den Seminarleitern der verschiedenen Lehrjahre und den Initiativkreismitgliedern. Beim abendlichen Diavortrag und gemeinsamen Tanz war die menschliche Begegnung wesentlich.
In 2015 zur selben Zeit am selben Ort geht es weiter. Dann wird sich diese Gruppe von gut 20 Menschen wieder zur konstruktiven Arbeit an Gegenwart und Zukunft unserer Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen treffen.
Tom Mühlbauer für den Initiativkreis der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW & Hessen



Rückblick auf die Klausurtagung des Ausbildungsinitiativkreises 2013

Die Klausurtagung des Initiativkreises der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW/Hessen fand auch in diesem Jahr in der Silvio-Gesell-Tagungsstätte in Wuppertal statt. In mittlerweile bekannter Umgebung trafen sich 22 Mitglieder von Sonntag, 10. bis Montag, 11. November. In diesem Jahr stand neben den aktuellen Punkten die zu besprechen waren, das große Thema „Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW/Hessen – Quo vadis?“ auf dem Programm.
Traditionell gibt es am Sonntag auch ein Thema, zu dem alle Lehrlinge eingeladen sind, um einen direkten Austausch zu ermöglichen. Das Thema „Geselle sein – ist die 50 Stunden-Arbeitswoche noch zeitgemäß?“ schien uns ein aktuelles Thema, was seit dem Artikel in der Zeitschrift Ökologie & Landbau immer wieder diskutiert wurde. Leider waren hierzu außer den VertreterInnen der Lehrjahre keine weiteren Lehrlinge da. Einige Lehrlinge hatten Stellungnahmen per Mail geschickt, die vorgelesen wurden. Darin wurde des Öfteren geäußert, dass die viele Arbeit auf den Höfen von den Lehrlingen auch gern mitgetragen wird, wenn sie sich wahrgenommen fühlen und ihre Arbeit und ihr Engagement nicht als selbstverständlich angesehen wird. Wobei auch angemerkt wurde, dass es oft mehr als die 50 Stunden-Arbeitswoche in der Praxis ist….
In der Diskussion wurde deutlich, dass das Miteinander der Menschen eine wichtige Voraussetzung ist, die viele Arbeit zu schaffen. Da für die BetriebsleiterInnen „zu viel Arbeit“ auch ein aktuelles und ständiges Thema ist, kann das einander wahrnehmen natürlich schnell hinten überfallen. So wurde deutlich, dass BetriebsleiterInnen nicht nur die Lehrlinge mehr im Blick haben sollten, sondern auch sich selbst. Dies ist ein aktuelles Thema, das in seiner Vielschichtigkeit weiter bewegt werden sollte.
Am Sonntagabend zeigte Herbert Muggli Bilder von seiner Arbeit als Senior Assistent in Kambodscha. Danach war Zeit für ein gemütliches Miteinander und persönlichen Austausch, denn während der Inikreis-Treffen im Jahr ist dafür meist keine Zeit.
Der Montag begann mit einzelnen Punkten, z.B. der Aktualisierung des Lehrvertrags. Der Rest des Tages stand im Zeichen von „Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen - Quo vadis?“. Ich konnte mir ehrlich gesagt am Anfang nicht so ganz viel darunter vorstellen. Doch im Laufe der Zeit eröffnete sich die Geschichte der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen. Claudia Fischer und Frank Sikora haben zusammen mit allen Anwesenden die Anfänge, die Entwicklung der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen bis heute und die Aufgaben für die Zukunft zusammengetragen. Es wurde deutlich, wie viel Gestaltung und Weiterentwicklung stattgefunden hat. Mit wie viel Engagement die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen in NRW und später NRW/Hessen auf immer stärkere Fundamente gestellt wurde. In der Pionierzeit haben die Seminarleiter und -leiterinnen viel selber gestaltet und unterrichtet. Im Laufe der Zeit wurden Rahmenlehrplan, Checkliste und Unterlagen für die Seminarleiter zusammengestellt, ein Roter Faden für Unterrichtsthemen entwickelt, feste Dozenten für bestimmte Themen gefunden und feste Seminare wie Deula, Dottenfelderhof-Kurse, Melkerkurse in Riswick etc. etabliert. Grundlage hierfür ist der lebendige Austausch von Initiativkreis, SeminarleiterInnen, AusbilderInnen und Lehrlingen. Dies ist auch für die Zukunft wichtig, denn es wurde deutlich, dass es weiterhin viel zu tun gibt, um die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW/Hessen weiter zu verbessern: Der Austausch mit Ausbildern und Ausbilderinnen, die Einführung und Begleitung der SeminarleiterInnen, die Weiterarbeit am Roten Faden für den Unterricht, den Pool an festen Dozenten erweitern, der Austausch mit Ausbildungen im Norden und Osten, Sicherheit für die Finanzierung.
Die Herausforderungen in der Zukunft sind vielfältig. Und auch bei dieser Klausurtagung wurde deutlich, dass der Initiativkreis aus engagierten Menschen besteht, die in einem guten Miteinander und konstruktiven Gesprächen genau diese Herausforderungen wach und gestaltungsfreudig annehmen. Vielen Dank.

Maike Himstedt für den Initiativkreis der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW und Hessen



Rückblick auf die Klausurtagung 2012 – Vorblick auf den Ausbildertag – Januar 2013

Einmal im Jahr trifft sich der Ausbildungsinitiativkreis zu einer Klausurtagung über anderthalb Tage, um an der Entwicklung der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen weiter zu arbeiten. Während dieser Klausur wird Zeit für brennende Fragen der Lehrlinge eingeräumt. Dabei werden auch die Auszubildenden eingeladen, damit der Initiativkreis möglichst viele verschiedene Meinungen berücksichtigen kann.
Anlässlich eines Artikels in der „ Ökologie & Landbau“ mit dem Titel „ Ausbeutung und Aufopferung im Zeichen des Ökolandbaus“ wurde in diesem Jahr die Frage der sozialen Standards auf den Betrieben behandelt, insbesondere ging es um die Bereiche: Anerkennung, Zeit, Unterbringung und Entlohnung. Bei der Diskussion waren aus allen Lehrjahren ein bis zwei Lehrlinge vertreten.
Fragen die aufgeworfen wurden, waren u.a.
  • Wie ist der Vertrag der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen aufgebaut, wozu verpflichtet sich der Ausbilder und der/die Auszubildende?
  • Wie können die vertraglichen Inhalte im Arbeitsalltag besser umgesetzt werden? z.B. Wochenenddienst, Urlaub, Überstunden
  • Kennt der Ausbilder und der Auszubildende die Gesetzeslage z.B über die Arbeitsstunden?
  • Wird Arbeitskleidung vom Betrieb gestellt?
  • Wird Kost ausgezahlt wenn der Lehrling im Urlaub ist?
  • Wie ist die Wohnsituation?
  • Haben Auszubildender und Ausbilder genügend Rückzugsmöglichkeit?
  • Wie effektiv gestalten die Auszubildenden die Zeit für die theoretische Nacharbeit (Lernnachmittag)?
So gab es viele rechtliche und soziale Fragen die auf einigen Betrieben bei den Auszubildenden für Unmut sorgen.
Geht es bei der Arbeit nicht oft zentral darum, dass diese anerkannt wird? Ist es nicht grundlegend, dass sich Lehrlinge auf den Betrieben gesehen und aufgehoben fühlen? Oft steht man im Zwiespalt zwischen dem, was man eigentlich will und dem, was man wirklich schafft. Umso wichtiger finde ich, dass man an den auftretenden sozialen und rechtlichen Fragen ein neues Bewusstsein entwickelt, um einen ordentlichen Rahmen für diese hervorragende Ausbildung zu schaffen. Im Hinblick auf den jährlich stattfindenden Ausbildertag, wollen wir diese Fragen weiter verfolgen und erweitern.

In welcher Lebenswelt und Lebenswirklichkeit die heutigen Lehrlinge stehen, welche Motivation es für die Ausbilder gab mit Landwirtschaft zu beginnen und wie diese im Alltag lebendig bleiben kann, konnte Michael Schmock im letzten Jahr beim Ausbildertag mit den Ausbildern erarbeiten.
Auch dieses Jahr ist Michael Schmock zum Ausbildertag eingeladen, um an dem Thema des vergangen Jahres anzuknüpfen und darauf aufbauend auf die entstanden Fragen während der Klausurtagung einzugehen.
In welcher Lebenswelt und Lebenswirklichkeit die heutigen Lehrlinge stehen, welche Motivation es für die Ausbilder gab mit Landwirtschaft zu beginnen und wie diese im Alltag lebendig bleiben kann, konnte Michael Schmock im letzten Jahr beim Ausbildertag mit den Ausbildern erarbeiten.
Auch dieses Jahr ist Michael Schmock zum Ausbildertag eingeladen, um an dem Thema des vergangen Jahres anzuknüpfen und darauf aufbauend auf die entstanden Fragen während der Klausurtagung einzugehen.

Johanna Fellner, Initiativkreis der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW und Hessen



Bericht aus dem Ausbildungsinitiativkreis - August 2012

Seit drei Jahren besuche ich nun regelmäßig den Ausbildungsinitiativkreis, in dem ich zunächst als Lehrlingsvertreterin wirkte. Ich wusste damals noch kaum was dieser seltsame Initiativkreis eigentlich sein sollte. Ich stellte mir ein nettes Kaffeekränzchen mit den Seminarleitern und ein paar Bauern vor. Da hatte ich mich allerdings getäuscht: Seminarleiter und Bauern waren da, Kaffee und Kuchen gab es auch, aber viel Zeit zum schwatzen gibt es nicht. Im Gegenteil, es wird ordentlich auf die Tube gedrückt, dank Frank Sikora.
Mit den unendlichen langen Zahlentabellen konnte ich nichts anfangen. Warum hat die Ausbildung mit so vielen Zahlen zu tun? Mit der Zeit konnte ich immer besser verstehen was die Zahlen bedeuten, warum die Unterschriften auf den Lehrlingstreffen so wichtig sind, warum es immer wieder so schwierig für die Seminarleiter ist alles zusammen zu bekommen, was wiederum Frau Heringhaus für die Abrechnungen braucht. Es ist ein großflächiges Netzwerk, in dem es einer guten Zusammenarbeit bedarf, damit keine Komplikationen entstehen: Höfe, Lehrlinge, Seminarleiter, Dozenten, Geschäftsstelle.
Aber nicht nur die Finanzen werden auf den Treffen betrachtet, sondern alle Lehrlinge spielen noch eine weit wichtigere Rolle - und in diesem Zusammenhang auch die Weiterentwicklung der Ausbildung.
Ich bin jedes mal wieder beeindruckt wie jeder Auszubildende ernst genommen wird und viele Probleme und Anmerkungen der Auszubildenden besprochen werden und engagiert nach Lösungen gesucht wird.
Es ist wunderbar immer wieder neu zu reflektieren: Ist unsere Ausbildung zeitgemäß?
Wo ist der rote Faden? Was sind Dinge die die Lehrlinge brauchen? Was hat sich verändert? Wo soll es hingehen? Zum Glück wird nicht nur philosophiert, viele Anregungen und Ideen werden tatsächlich umgesetzt und gedeihen zu sinnvollen Veränderungen.
So freue ich mich alle zwei Monate erneut auf eine intensive und fruchtbare vierstündige Zusammenarbeit!


Johanna Fellner - Abschlussjahrgang 2012 Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen Demeter NRW und Hessen und Mitglied des Ausbildungsinitiativkreises



Bericht über die Klausurtagung 2010 des Ausbildungsinitiativkreises

Zur jährlichen Klausurtagung der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW/Hessen traf sich der Initiativkreis am 14. und 15. November auf Haus Bollheim. Seit mehreren Jahren veranstalten wir dieses Treffen. Es dient uns der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen. Außerdem können wir uns in den anderthalb Tagen auch mal in Ruhe privat unterhalten, was bei den eng terminierten vierstündigen Sitzung oft zu kurz kommt.



Die Umstrukturierung der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen ist seit langer Zeit Thema. Auf dieser Klausur wurde beschlossen, die Ausbildung neu zu gliedern. Das erste Lehrjahr dient der Orientierung bei vollem Lehrstoff vom ersten Treffen an. Das zweite und dritte Lehrjahr beinhalten die eigentliche Fachausbildung . Grundlage dafür ist der Rahmenlehrplan und die seit 2009 gültigen Ergänzungen. Der Fokus des vierten Lehrjahres ist es, die Selbständigkeit der Auszubildenden zu fördern, so dass sie am Ende ihrer Ausbildung in der Lage sind, einen Arbeitsbereich auf einem Betrieb zu übernehmen. Dies wird auch durch die Jahresarbeit und die Organisation von Seminaren geschult. Wer die Ausbildung nach 3 Jahren mit der praktischen Prüfung beenden will, bekommt ab jetzt ein Gesellenzeugnis ausgestellt. Die Möglichkeit einer gemeinsamen staatlichen Prüfung aller Gärtner und Landwirte in einer Gruppe wird zur Zeit intensiv geprüft.
Weitere Themen waren unter anderem die Intensivierung des Austausches mit den Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westenen im Norden und Osten, Seminarleiterfortbildung und Anforderungen an Ausbildungsbetriebe.
Wer die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen live erleben möchte, sei hiermit ganz herzlich am 20. März nach Witten eingeladen. Erstmalig finden Verabschiedung des vierten und Begrüßung des ersten Lehrjahres in einer Veranstaltung statt.


Frank Sikora



Bericht zur Klausurtagung 2009 des Initiativkreises der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW / Hessen

Seit einigen Jahren trifft sich der Ausbildungsinitiativkreis im Herbst zu einer zweitägigen Klausur. Mitte November 2009 versammelten wir uns auf Haus Nordhelle, einer evangelischen Bildungseinrichtung, in Meinerzhagen bei Attendorn. Wir, der Initiativkreis setzt sich aus mehr als 20 Menschen zusammen. Alle aktiven Seminarleiter sind Mitglieder, sowie Lehrlingsvertreter des zweiten bis vierten Lehrjahres, den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle von Demeter NRW und aus Hessen, sowie einigen ehemaligen Seminarleitern, der Leitung der Landbauschule Dottenfelderhof und anderen Interessierten.

Einige Themen bedürfen längerer, ausführlicherer Gespräche, die den Rahmen unserer zweimonatigen Sitzungen sprengen. Auch bleibt einiges liegen. Diese Themen arbeiten wir in der Klausurtagung auf. In diesen 2 Tagen geht es auch immer wieder um Grundsätzliches. Wie können wir die Qualität unserer Ausbildung verbessern? Wie können wir sie für junge Menschen so attraktiv machen, das sie über 4 Jahre mitmachen und danach weiter in Landwirtschaft und Gartenbau arbeiten?
Außerdem haben wir während dieser Zeit, die Möglichkeit in vielen Gesprächen und Begegnungen neben dem Programm, uns besser kennen zu lernen und damit unseren Zusammenhalt zu stärken. Auch im Jahr 2009 war der Initiativkreis wieder fast vollständig zur Klausurtagung erschienen.

Über alle Themen ausführlich zu berichten würden den Rahmen dieses Berichte sprengen. Daher nenne ich wichtige Überschriften und gehe auf ein paar Themen näher ein. Auf der Agenda standen ausführlichere Lehrpläne für Schwerpunktfächer (Unterrichtspapiere), die Umstrukturierung der Norddeutschen Ausbildung, wie man den Eingang in die Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen findet, die Umstrukturierung der Freien Ausbildung NRW / Hessen, die neue Seminarleitung ab 2010, inhaltliche Nachbereitung der Lehrlingstreffen und persönliche Betreuung der Lehrlinge, Berichte aus den Lehrjahren, Vorbereitung der Ausbildertagung, Vergütung der Seminarleiter, Berichtshefte und interne Kommunikation.

Ein Merkmal der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen ist ihre Vielfalt in den Unterrichtsthemen im Seminar. Dies spiegelt sich im Rahmenlehrplan wider, den die Seminarleiter schon seit einigen Jahren nutzen, um die Seminare zu planen und einen roten Faden in diese Veranstaltungsreihen zu legen. Um mit dieser Vielfalt effektiver umgehen zu können, wurde von Heinrich Stienkemeier und Sebastian Bauer für ihr Unterrichtsfach Betriebswirtschaft vor einiger Zeit ein Unterrichtspapier Betriebswirtschaft vorgelegt, das detailliert Themen und Stundenumfang aufführt. Diesem Beispiel folgend, wurde in Arbeitsgruppen zu den Kernfächern Bodenkunde, Ackerbau, Gemüsebau, Tier, Verarbeitung / Vermarktung und Technik erstellt, die diese Bereiche stärker gliedern und den Unterrichtsumfang widerspiegeln. Wir hoffen damit, die Planungskompetenz der Seminarleitung zu stärken und deutlichere Unterrichtslinien für die Lehrlinge zu gewährleisten.

Die Norddeutsche Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen setzt auf die Zusammenarbeit mit dem Warmonderhof, einem Ausbildungsinstitut für biologisch-dynamische Landwirtschaft in den Niederlanden. In deren 3. und 4. Lehrjahr findet der Unterricht blockweise dort statt. An unsere Ausbildung wurde von Clemens von Schwanenflügel die Frage gestellt, ob wir dort mitmachen wollen. Nachdem wir uns über die Details erkundigt hatten, konnten wir klar sagen, dass wir mit unserem System der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen zufrieden sind und dieses weiterentwickeln werden.

Wir denken gerade darüber nach, schon nach dem ersten Jahr mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, wo die einzelnen Lehrlinge nach dem ersten Jahr stehen und wo es jeweils hingehen soll. Ebenso wird die Erlangung des Gesellenstatus nach 3 Ausbildungsjahren diskutiert. Auf jeden Fall wollen wir das Seminarsystem aufrechterhalten. An dieser Stelle will ich unseren Seminarleitern danken, für ihren sehr engagierten Einsatz in der Vorbereitung, der Durchführung und Nachbereitung der Seminare. Für das persönliche Gespräch, das sie dauernd mit den Lehrlingen führen und sie so nicht nur auf fachlicher Ebene sondern besonders auf menschlicher Ebene durch ihre Ausbildungszeit begleiten. Danke, ihr macht eine hervorragende Arbeit.

Frank Sikora
Koordinator Initiativkreis der Ausbildung im biologisch-dynamischen Landbau im Westen NRW / Hessen